Hier finden Sie unseren aktuellen Rundbrief: In diesen berichten wir aus den aktuellen Projekten, Wissenswertes aus Welikji Nowgorod und spannende Themen aus Russland. Wir geben Tipps aber auch nützliche Informationen.


29.01.2018

34. Jahrgang
Nr. 92/ Februar 2018


Einladung zur öffentlichen Jahreshauptversammlung
am Dienstag, dem 20. Februar 2018 um 19 Uhr – Ravensberger Spinnerei R. 240


Sehr geehrte Mitglieder und Freunde der Städtepartnerschaft mit Welikij Nowgorod,


auf der Jahreshauptversammlung werden wir zurückschauen auf zahlreiche Veranstaltungen, die im Jahre 2017 den 30. Geburtstag der Städtepartnerschaft feierten und an denen das Kuratorium maßgeblich beteiligt war. Neben dem Rückblick wird es auch einen Ausblick auf Aktivitäten des Jahres 2018 geben sowie Wahlen zum Vorstand.


Anschließend – etwa um 19: 45 Uhr – wird Dr. med. Klaus Trillsch einen Vortrag halten.

Seit 2003 engagiert er sich aus eigener Initiative in der Stadt und im Bezirk Welikij Nowgorods für die Gesundheit der Frauen dort und die Geburtshilfe. Seit seiner Jugendzeit interessiert ihn Russland, und als erfahrener Gynäkologe hier am Franziskus Hospital tauscht er sich aus mit den russischen KollegInnen, lädt sie hierher ein zu Praktika, reist selber dorthin und berät in schwierigen gynäkologischen Situationen, operiert auch gelegentlich selber. Für dieses Engagement hat er im Jahre 2009 die „Silberne Ehrennadel der Stadt Bielefeld“ verliehen bekommen.
Was hat sich in den 14 Jahren seines Engagements verändert? Wie gestaltet sich die berufliche Situation der Ärzte? Hat sich die staatliche Gesundheitsvorsorge gewandelt? Wie erfahren russische Frauen als Patienten und Hebammen Schwangerschaften, Geburten, Operationen, Abtreibungen? Und wie ist die Vor- und Fürsorge für Frühgeborene und die Ausstattung der Säuglingsstationen?
Und was erlebt er als mittlerweile mit vielen Bürgern W. Nowgorods befreundeter Bielefelder dort in der Partnerstadt neben dem beruflichen Austausch?


Wir freuen uns auf seinen Vortrag, der veranschaulicht wird durch Fotografien Veit Mettes vom Mai 2016, der Herrn Dr. Trillsch in die klinische Situation hinein begleiten durfte.


Seien Sie herzlich willkommen !
Brunhild Hilf

 

 

Tagesordnung für den ersten Teil des Abends

1 Jahresberichte

  • Bericht der Vorsitzenden
  • Bericht der Schatzmeisterin
  • Stellungnahme und Entlastung durch die Rechnungsprüfer
  • Aussprache über die Arbeit des Kuratoriums
  • Entlastung des Vorstandes

2  Vorstandswahlen

  • Wahl zum ersten und zweiten Vorsitz
  • Wahl des Schatzmeisters
  • Wahl des/-r Schriftführers/-in
  • Wahl der Beisitzer
  • Wahl eines/-r Kassenprüfers/-in

    
Neues aus der Nowgoroder Presse
Die Präsidentenwahl der Russischen Föderation 2018 läge normalerweise auf dem zweiten Sonntag im März. Dank einer sehr komplizierten und interpretationsbedürftigen Regelung im Grundgesetz soll sie aber diesmal eine Woche später stattfinden:
am 18. März – rein zufällig, versteht sich, ist es ebenfalls der vierte Jahrestag der Annexion der Krim durch Wladimir Putin. Besonders russische Oppositionspolitiker halten diese Verlegung der Wahl für eine unzulässige Bevorzugung des amtierenden Präsidenten, der ja verantwortlich war für den in der Bevölkerung sehr populären Anschluss der Krim an Russland.
Auch wenn der Ausgang der Wahl kaum Zweifel zulässt, gibt es neben W. Putin bereits 16 rechtskräftig eingeschriebene Kandidatinnen (5) und Kandidaten. Sechzehn weitere Bewerber wurden, meist aus formellen Gründen, abgewiesen. Der bekannteste Abgewiesene ist Aleksej Nawalnyj, Vorsitzender der Progress Partei, Gründer des Fonds für Korruptionsbekämpfung (und Erfinder der spöttischen Bezeichnung „Partei der Gauner und Diebe“ – Партия жуликов и воров - für Putins Vereintes Russland). Grund der Ablehnung: seine (aus seiner Sicht zumindest) zweifelhafte Bewährungsstrafe wegen Unterschlagung [sog. Kirowoles-Affäre].
Nawalnyjs Wegfall macht die Wahl noch weniger spannend und nimmt manchem Stimmberechtigten vielleicht die Motivation, überhaupt zum Wahllokal zu gehen.


vnovgorode.ru, 16.1.2018
„Hausdurchsuchung in Nawalnyjs Nowgoroder Büro
Am heutigen 16. Januar besuchten Mitarbeiter der Polizei das Büro des Politikers Aleksej Nawalnyj in Welikij Nowgorod. Bürochef Jaroslaw Putrow teilt mit, dass die Polizisten Laptops sowie Werbematerial für die am 28. Januar geplante Kundgebung der Unterstützer Nawalnyjs mitgenommen haben. Laut den Unterstützern hieß es, die Ordnungshüter fanden in den Flugblättern Indizien für Beleidigungen. Wer im Einzelnen darin beleidigt worden sei, ist nicht präzisiert worden.
Wir erinnern daran, dass der Gründer der Nichtregierungsorganisation ‚Fonds für Korruptionsbekämpfung‘ Aleksej Navalnyj im Januar 2017, nachdem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte das [russische] Urteil gegen ihn wegen Veruntreuung von
Eigentum für unrechtmäßig und politisch motiviert erklärte, seine Absicht bekannt gab, für die Präsidentschaft Russlands zu kandidieren. Im Frühling letzten Jahres kam ein neues Urteil: Verbot der Teilnehme an der Präsidentenwahl. [Begründung: die Bewährungsstrafe wegen Veruntreuung. Nawalnyj weist darauf hin, dass das Gesetz dieses Verbot nicht hergibt: Das Grundgesetz schließt nur solche Bürger aus der Präsidentenwahl aus, die gegenwärtig in Haft sind. – Üb.] Dennoch setzte Nawalnyj seine Kampagne fort und reichte letztendlich seine Dokumente bei der Zentralen Wahlkommission als Selbstaufsteller ein. [Ein Präsidentschaftskandidat kann von einer in der Staatsduma vertretenen Partei nominiert werden – das sind die Putin-Partei Einiges Russland mit 76% der Abgeordneten, die kommunistische KPRF mit 9%, die rechtsradikale sog. Liberaldemokratische Partei des
Wladimir Schirinowskij mit 8,6% und die sozialdemokratische Gerechtes Russland mit 5%. Oder man kann sich selbst aufstellen und durch das Sammeln einer bestimmten Anzahl von Unterschriften zur Kandidatur zugelassen werden. W. Putin verzichtet auf die Nominierung durch die Partei Einiges Russland und stellt sich selbst auf, anscheinend oder angeblich um seine Unabhängigkeit von Parteien und anderen Interessengruppen zu demonstrieren. Außerdem ist es in Russland üblich, dass der amtierende Präsident nicht Mitglied einer Partei ist. Zu den Merkwürdigkeiten der Partei Einiges Russland gehört, dass der oder die Vorsitzende der Partei kein Parteimitglied sein muss: Putin war von 2008 bis Mitte 2012 Vorsitzender – aber kein Mitglied – von Einiges Russland. – Üb.] Die Zentrale Wahlkommission nahm die Dokumente nicht an, daraufhin erklärte Nawalnyj seinen Boykott der Wahl und seine Absicht, sie genau zu beobachten.


Nawalnyjs Büro in Nowgorod wird nicht zum ersten Mal durchsucht. Im Sommer 2017  wurde  seine  Wahlwerbung beschlagnahmt und nach Indizien des Extremismus geprüft. Später wurde das Material zurückgegeben.
https://vnovgorode.ru/politika/15135-obysk.html

 

 

 

 


Plakat: „Nawalnyj 2018
Ein Auskommen für alle statt Reichtum
für 0,1 %“

 

Einer der zugelassenen Bewerber für das Präsidentenamt ist der ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Ministerrats der Russischen Sowjetrepublik kurz vor dem Zerfall der Sowjetunion und jetziger Spitzenkandidat der linksliberalen Jabloko-Partei Grigorij Jawlinskij. „Jabloko“ bedeutet „Apfel“ im Russischen, und als Parteiname entstand er aus den Anfangsbuchstaben der Nachnamen der drei Anführer des liberalen Wählerblocks Jawlinskij, Boldyrew und Lukin von 1993: Russische Vereinte Demokratische Partei Jabloko. Jawlinskij ist einer der erfahrensten demokratischen Politiker des postsowjetischen Russlands,
mehrfacher Dumavertreter, Mitglied der gesetzgebenden Versammlung St. Petersburgs und Präsidentschaftskandidat 1996 und 2000. Seine Kandidatur wurde 2016 von der Wahlkommission verhindert (Grund: angebliche Fälschung von Unterschriften). Am 18.
Januar 2018 begann Jawlinskij seine diesjährige Wahlkampagne in Welikij Nowgorod.


vnnews.ru, 18.1.2018
„Warum hat Grigorij Jawlinskij seine Wahlkampagne ausgerechnet in Welikij Nowgorod begonnen?
Einige Gedanken des Oppositionspolitikers

In diesem Augenblick läuft das Treffen des Präsidentschaftskandidaten der Jabloko-Partei Grigorij Jawlinskij mit den Bürgern Nowgorods im Park Inn Hotel ab. Jawlinskij erzählt, warum ausgerechnet Welikij Nowgorod an erster Stelle seiner Wahlkampf-tournee steht. Unsere Korrespondenten berichten vor Ort: ‚Weil Nowgorod die russische Urstadt ist, hier begann Russland zu existieren. Und diese Version der Geschichte ist mir sehr wichtig‘, teilt der Politiker mit. Seiner Meinung nach müssen Reformen in Russland auf der eigenen Kultur und dem eigenen Geist, den eigenen Traditionen basieren. ‚Im Nowgoroder Gebiet ist auch,
leider, das Problem der sich zuspitzenden Armut sehr aktuell. Der durchschnittliche Lohn hier liegt bei 25.000 Rubel [€360]. Was für eine wirtschaftliche Entwicklung kann es dabei geben?‘
Der Jabloko-Mann verkündete einige – nach Meinung mancher Anwesenden – äußerst strittige Gedanken zum Ausweg aus dieser Armut. ‚Ich halte es für unerlässlich, dass [der Staat] in den notleidenden Regionen für alle Einwohner aus den Einkünften von Gas- und Ölexporten ein Sparkonto einrichtet. Das wird die Attraktivität solcher Regionen steigern, und die Menschen werden wieder hier leben wollen.‘“
https://vnnews.ru/politic/61069-pochemu-grigorij-yavlinskij-nachal-svoj-predvybornyj-imenno-s-velikogo-novgoroda-i-neskolko-zaviralnykh-idej-oppozitsionnogo-politika.html


news.novgorod.ru, 18.1.2018
„Grigorij Javlinskij: Nowgorod ist eine sehr arme Region
Heute, am 18. Januar, hat der Führer der Jabloko-Partei, Grigorij Jawlinskij, im Internetportal der Stadt novgorod.ru in einer Online-Konferenz sein Programm für Welikij Nowgorod skizziert.
Der Politiker erklärte den Kampf gegen die Armut zur ersten Aufgabe [...] Seiner Meinung nach sollen für Menschen, die weniger als das Existenzminimum verdienen, die Steuern erlassen werden. Auch nötig wäre es, für die Bewohner der Region ein persönliches
Sparkonto zu eröffnen, wo sich die Mittel aus dem Export natürlicher Ressourcen ansammeln würden.
Jawlinskij schlägt auch ein Programm ‚Land – Häuser – Straßen‘ vor, das die kostenfreie Bereitstellung von Land für den Bau von Privathäusern vorsieht. Der Führer von Jabloko will auch offizielle Standards dafür einführen, was man als Wohnraum bezeichnen kann und was nicht, da häufig qualitativ mangelhafte Häuser gebaut werden. Auch Standards für die kommunalen Dienstleistungen seien vonnöten.
Die Nowgoroder haben Grigorij Jawlinskij auch zu einem anderen seiner Programme gefragt: ‚Die 500 Tage.‘ Er antwortete, dass er das wirtschaftliche Bündnissystem aller ehemaligen Republiken der UdSSR aufrecht erhalten möchte. ‚Es würden 500 Tage vergehen, und wir würden  in  einem  anderen  Land  wohnen,‘  fasste  er  zusammen.
https://news.novgorod.ru/news/162107.html


news.novgorod.ru, 18.1.2018
„Der Führer der Partei ‚Jabloko‘: Die systembedingte Aufgabe dieser Macht ist – ewig an der Macht zu bleiben
[...] Der von ‚Jabloko‘ aufgestellte Kandidat für die Wahl des Präsidenten der RF im März erklärte, dass die Menschen zurzeit keinerlei Alternative sehen. Er sagt, die Russen haben in hohem Maße ihre Eigentumsrechte eingebüßt, ihr Stimmrecht sowie die Medien der
Masseninformation, und somit die Möglichkeit, die Zukunft des eigenen Landes zu diskutieren.
‚Hier wurde ganz einfach ein autoritäres System aufgebaut. Zuerst trat eine Hyperinflation ein und das ganze Geld verschwand. Und wie kann man ohne Geld eine Privatisierung durchführen? Sie wurde eben mit kriminellen Methoden durchgeführt. Und dann wurde Putin [durch Jelzin] ernannt, damit das alles erhalten bleiben konnte. Und so leben wir, und seitdem hat sich nichts geändert... Die systembedingte Aufgabe dieser Macht ist es, ewig an der Macht zu bleiben‘, sagt Grigorij Jawlinskij.“
https://news.novgorod.ru/news/162110.html


In einem anderen Zusammenhang fand Mitte Januar in Nowgorod im Internet ein erbittertes Wortgefecht zwischen Online-Zeitungen, Webredaktionen und Bloggern statt. Die Kontroverse ist viel zu kompliziert, als dass man sie hier verständlich machen könnte. Es ging, in aller Kürze, um einen vermeintlichen Korruptionsfall, der hauptsächlich das regionale Fernsehen ‚Slavia TV‘ betraf. In der Internetzeitung „Ваши новости/Waschi novosti/Ihre Nachrichten“ hat der Blogger Oleg Kusnezow einen langen Artikel veröffentlicht, in welchem er durch nicht sehr versteckte Anspielungen zu verstehen gibt, dass jüdische Machenschaften hinter der ganzen Affäre stecken. Das Interessante ist aber folgendes: Daraufhin hat der neue Gouverneur des Nowgoroder Gebiets Andrej Nikitin (38, 2017 von Putin ernannt, im September mit 68% gewählt) ebenfalls eine Stellungnahme veröffentlicht:

53news.ru, 17.1.2018
„Gouverneur Andrej Nikitin über den Skandal um ‚Waschi novosti‘: ‚Ich hasse den Antisemitismus‘
Andrej Nikitin, Gouverneur des Nowgoroder Gebiets, hat sich zum Artikel des Oleg Kusnezow auf der Website ‚Ihre Nachrichten‘ geäußert. Der Artikel hat Empörung bei vielen Nowgoroder Journalisten und Lesern hervorgerufen.
‚Ich möchte meine Position zu der skandalösen Situation in Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Artikels auf der Website Waschi novosti erläutern. Er enthält Passagen, die viele, darunter auch ich, für antisemitisch halten.
Ich hasse Antisemitismus und Chauvinismus in jeder Form. Das ist meine persönliche tiefe Überzeugung. In dieser Frage kann es keine Ausreden und keine Ausnahmen geben: Verunglimpfungen aufgrund von Rasse, Geschlecht, Glaubensbekenntnis usw. lassen sich durch nichts rechtfertigen. Es kommt mir sehr komisch vor, dass man hier daran erinnern muss, auf Nowgoroder Erde, angesichts dessen, was diese Erde im Laufe des Großen Vaterländischen Krieges erleben musste.
Meine Sache ist es nicht, eine juristische Bewertung der Texte zu geben, die in Waschi novosti veröffentlicht wurden, ich habe aber jedes Recht, dazu eine eigene Entscheidung zu treffen.
Der Autor von unter anständigen Menschen unstatthaften Aussagen wird für immer aus meinem Bekanntenkreis ausgeschlossen. Zusammenarbeit mit ihm in offiziellen Gremien, die unter meine Verantwortung fallen, ist auch ausgeschlossen. Ich hoffe, dass die Leitung des genannten Presseorgans die entsprechenden Schlüsse ziehen und begreifen wird, wo die Grenze liegt, die nicht überschritten werden darf. [...]“
https://53news.ru/novosti/36322-gubernator-andrej-nikitin-o-skandale-s-vashimi-novostyami-ya-nenavizhu-antisemitizm.html


Manche Besucher Welikij Nowgorods kennen vielleicht eine oder beide der Einrichtungen für behinderte Kinder, die das Kuratorium, dank der Spenden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bielefelder Stadtverwaltung („Gehaltscent“), regelmäßig finanziell unterstützt. Außer von uns werden sie auch vom Projekt „Auf dem Weg der Barmherzigkeit“ [Дорогою добра] der Jüdischen Gemeinde Nowgorods mit Geldern des Beihilfefonds des russischen Präsidenten unterstützt:
novved.ru, 12.1.2018
„Im Nowgoroder Gebiet wird das Projekt ‚Auf dem Weg der Barmherzigkeit‘ mit Mitteln des Beihilfefonds des Präsidenten realisiert
Der Zuschuss des Projekts beträgt mehr als eine Million Rubel [ca. €14500 – Üb.]. Das teilt das Gebietspressezentrum mit und bezieht sich dabei auf die Initiatoren des Projekts, das Zentrum für die Entwicklung des kulturellen und geistigen Erbes der Jüdischen Gemeinde Welikij Nowgorods.
Die Initiative ist gerichtet auf die soziale Integration von Kindern und Jugendlichen mit gesundheitlichen Einschränkungen, auf die Verbesserung ihrer Lebensqualität und auf die Entwicklung ihrer kreativen Fähigkeiten. [...]
‚Ziel des Projekts ist es, die weniger mobilen Schützlinge der Kinderheime zu erreichen, etwa die Rollstuhlfahrer, die infolge ihrer Behinderung nicht in der Lage sind, die Heime zu verlassen,‘ betont der Fonds. Kurz vor Neujahr fanden Ausflüge statt ins Uschinskij-Heim für geistig behinderte Kinder in Schimsk, die Sonderschule Nr, 7 [beide Kooperationspartner des Kuratoriums – Üb.] und das Internat Nr.4 in Welikij Nowgorod sowie das Internat Nr. 5 in Podberjosje. [...]“
https://novved.ru/novosti/47404-v-novgorodskoj-oblasti-na-sredstva-fonda-prezidentskikh-grantov-realizuetsya-proekt-dorogoyu-dobra.html


Auswahl und Übersetzung: W. Rotsel

 


Kooperationen mit Welikij Nowgorod
Das Bielefelder Theater zeigt bereits seit der vergangenen Spielzeit und auch im ersten Halbjahr 2018 zahlreiche Produktionen zum Themenkreis „STOFF“ – er passt gut zur Leinen-Tradition unserer Stadt. In diesem Zusammenhang recherchieren Studierende beider Partnerstädte Traditionen, wie sich Bräute hier wie dort für den „schönsten Tag ihres Lebens“ kleideten. Die Ergebnisse sollen vom 11. – 18. Juni in ein Festival einfließen, das in vielen verschiedenen Workshops die ganze Breite der theaterpäda-gogischen Arbeit des Bielefelder Theaters zeigen wird. Die sieben russischen Teilnehmer haben wir dazu eingeladen und ihnen
Reisekostenzuschüsse gegeben. Aus den Kreisen des Vorstandes werden ihnen Privatquartiere angeboten, daran können auch Sie sich gern beteiligen.
Die Kooperation zwischen dem Teatr Maly in Welikij Nowgorod und dem hiesigen Theater gibt es bereits seit 2014, sie wird nun erweitert durch theaterpädagogische Kurse an der Nowgoroder Universität, die Beate Brieden leitet.


Über den Gehaltscent haben wir schon mehrfach berichtet: die Cent-Beträge, auf die Bielefelder städtische Mitarbeiter bei ihrer Gehaltsauszahlung verzichten, ergeben eine stattliche Summe. Der Personalrat der Mitarbeiter empfängt unsere Anträge zur Unterstützung von sozialen Initiativen und entscheidet von Jahr zu Jahr neu, ob er unsere Projekte für Behinderte, für die Geburts-hilfe oder für Drogenprophylaxe damit unterstützt, berücksichtigt aber auch Projekte in Bielefelds Partnerstadt in Nicaragua Estelí und nun auch in der Patenstadt Gumbinnen / Gusev. Zuletzt ist im Herbst eine Bitte des Heimes für schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche in Schimsk im Gebiet Nowgorod erfüllt worden: sie konnten mit Hilfe des Gehaltscents eine Musikanlage mit Mischpult und Mikrophonen erwerben, und wir erhielten binnen Monatsfrist zwei Videos mit Gesangsauftritten auf großer Bühne im Schein-werferlicht – auf den Brettern, die angeblich die Welt bedeuten, steht und singt da ein junger Mann, den seine Eltern als Winzling wegen seiner schweren Behinderung ins Heim gaben.


Eine große Gruppe macht sich nach abgeschlossenen Vor-Vorbereitungen nun gedanklich auf den Weg in die Partnerstadt und nach St. Petersburg – im Spätsommer 2018 soll diese Bürgerreise stattfinden.


Brunhild Hilf


Adressen der Vorstandsmitglieder
Dr. Manfred Dümmer, Heckstraße 16, 33609 Bielefeld, Tel. 325 385
Hans-Georg Fischer, Hagenkamp 44, 33609 Bielefeld, Tel. 330 233
Christel Franzen, Kupferheide 39a, 33649 Bielefeld, Tel. 451 102
Dr. Gerlinde Günther-Boemke, Deppendorfer Straße 160, 33619 Bielefeld, Tel. 05203 - 1205
Brunhild Hilf, Schelpsheide 12, 33613 Bielefeld, Tel. 889 282
Dr. William Rotsel, Spandauer Allee 16, 33619 Bielefeld, Tel. 105 668
Ulrike von Savigny, Auf der Hufe 23, 33613 Bielefeld, Tel. 886 414
Dr. Klaus Trillsch, Saarbrücker Straße 19, 33613 Bielefeld, Tel. 887 930
Erika Weichert, Am Balgenstück 33b, 33611 Bielefeld, Tel. 83 731


Herausgeber: Kuratorium Städtepartnerschaft Bielefeld – Welikij Nowgorod e. V.
www.bielefeld-welikijnowgorod.de
Brunhild Hilf - Schelpsheide 12 - 33613 Bielefeld
Redaktion: Brunhild und Rebecca Hilf
Konto des Kuratoriums: Sparkasse Bielefeld, IBAN DE93 4805 0161 0000 114041, BIC SPBIDE3BXXX


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Rundbrief Nr. 83 Okt. 2014.pdf
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Rundbrief Nr. 80a Oktober 2013.pdf
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