Einladung zur Jahreshauptversammlung
am 16. Juli 2026, um 18 Uhr in der VHS, Raum 240
Nach dem Jahres- und Kassenbericht für 2025 wird der Vortrag von Daria Ganzenko, Potsdam, zur "Geschichte der Bühnenkomik im spät- und postsowjetischen Russland" in deutscher Übersetzung vorgetragen, die Diskussion wird gedolmetscht. Er zeigt anhand von Beispielen, wie humoristische Unterhaltung als Raum für Kritik, Widerstand und alternative gesellschaftliche Modelle erfolgt.
Es liegt der neue Rundbrief Nr. 113 vor.
Leitspruch 1941 – und 2026
Jedes blutgefügte Reich
Sinkt ein, dem Maulwurfshügel gleich.
Jedwedes lichtgeborne Wort
Wirkt durch das Dunkel fort und fort.
(Oskar Loerke 1884 – 1841)
Dankbar hörte ich bei einem Konzert von Frank Martins Oratorium „In terra pax“ im Mai die mahnende Erinnerung der IPPNW-Vertreterin an das Bielefelder Publikum, man solle an der Partnerschaft mit
Palästina und Russland festhalten – neben denen mit Israel und der Ukraine, die weiterhin fraglos gelten. Dabei ist dies angesichts der Behinderungen politischer und praktischer Art nicht
selbstverständlich: die junge Frau aus Welikij Nowgorod, die hier gerade ein Jahr als Bundesfreiwillige sehr erfolgreich abgeschlossen hat, musste 10 Monate auf ihr Visum warten – diese
Geduldsprobe nimmt nicht jede/r auf sich.
Und Friedensbewegten, die gerne einzelnen Bürgern der Partnerstadt mitteilen wollten: „Wir weigern uns, Eure Feinde zu sein“, musste abgeraten werden – bringt so eine Botschaft doch den Empfänger
in Gefahr.
Im Spätherbst haben wir Vorträge organisiert, die das Interesse an der Entwicklung der russischen Gesellschaft wachhalten sollen, mussten dabei aber den Blick richten auf enorme chauvinistische
Tendenzen in der Familien- und Frauenpolitik des Kremls und seine hybride Kriegsführung. Die Entwicklung der tradwifes bei uns ist nicht so arg davon entfernt.
Für 2026 werden wir nach Themen anderer Art Ausschau halten.
Ich wünsche uns allen, dass wir das Wunder der Weihnacht, in der jemand mutig, ja waghalsig genug war, ein Kind in diese „genozidale“ Welt zu setzen – so gestern im Interview der ukrainische
Schriftsteller und Psychoanalytiker Jurko Prochasko – feiern können und die Zuversicht auf Frieden in dieser Welt nicht verlieren.
Brunhild Hilf
Bei Interesse an dem
Aquarell-Buch (gegen Spende)
nehmen Sie bitte per E-Mail Kontakt auf mit Frau Brunhild Hilf
unter [email protected] oder telefonisch unter 0521 / 889282.