18.09.2022

Das Aquarellbuch als Friedensgespräch in einer heillosen Zeit

 

Die Städtepartnerschaft zwischen Bielefeld und Welikij Nowgorod ist Teil einer von Deutschen und Russen gemeinsam geleisteten Arbeit der Verständigung und Versöhnung nach der Katastrophe, die von deutschem Boden ausgegangen war.
Der nun vom Moskauer Regime Ende Februar begangene und noch anhaltende Tabubruch in der Friedensordnung Europas beschädigt dieses Friedenswerk. Aber wir bewahren es in Erinnerung für die Zeit, die danach kommen wird, denn es bleibt Beispiel und Vorbild.

 

Dieses Buch, das das fiktive Gespräch zweier Maler über die Gräben des Zweiten Weltkrieges hinweg dokumentiert, soll uns dabei helfen:

  • der deutsche Künstler beklagt in seinen Bildern die Zerstörung, die der deutsche Überfall auf die UdSSR in Nowgorod anrichtete,
  • der russische Künstler feiert die Wiederauferstehung der alten Stadt nach dem Friedensschluss im Mai 1945.

Ihre Malweise ist ähnlich, es ist das Bekenntnis zur Aufgabe des Chronisten, der wirklichkeitsgetreu wiedergibt, was er sieht und erlebt. Beide sind Zeitzeugen. Im Jahre 2016 kam es zur Begegnung ihrer Bilder im Museum in Welikij Nowgorod bei einer gemeinsamen Ausstellung:

Ihre Werke konnten stellvertretend als „Kinder“ der Künstler im Rahmen der Städtepartnerschaft ein Friedensgespräch miteinander beginnen – diesen Dialog dokumentiert dieses Buch – in beiden Sprachen.

Als reales Friedensgespräch ist das Buch auch ein Beweis dafür, dass sowohl freundschaftliche als auch gesellschaftliche Verbindungen in dieser Zeit aufrecht erhalten bleiben, an die wieder angeknüpft werden kann nach dem Krieg.

 

Für das Kuratorium Städtepartnerschaft Bielefeld Welikij Nowgorod e.V. Brunhild Hilf

im Sommer 2022


18.09.2022

Überlegungen zur Kontinuität der Städtepartnerschaft

zwischen Bielefeld und W. Nowgorod

 

Der Kriegsterror, mit dem der Moskauer Kreml das Land seiner ukrainischen Geschwister überzieht, hat verheerende Folgen: Tod, Menschenrechtsverletzungen und Zerstörung allenthalben, zerrissene Familien, dazu drohende Hungerkatastrophen im globalen Süden.

Statt sich als Weltgemeinschaft der unseren ganzen Planeten gefährdenden Klimakatastrophe entgegenzustellen, sehen sich die Staaten der westlichen Welt nun gezwungen, sich mit den mörderischen Geschäften von Aufrüstung und Waffenlieferungen zu beschäftigen.

 

Wie lange haben wir geglaubt, dass wir durch die Zusammenarbeit mit den Bürgern unserer Partnerstadt und durch die Unterstützung von Bildungsprojekten die russische Zivilgesellschaft stärken können, dass sie sich der immer repressiver werdenden Herrschaft des Kremls widersetzen kann, die spätestens seit 2012 immer sichtbarer wurde. Damals hat Putin sich gelöst vom Versprechen einer Entwicklung zu Freiheit, Demokratie und Marktwirtschaft und die Errichtung einer Führerdiktatur konsequent Schritt für Schritt vorangetrieben. Der Krieg ist die logische Konsequenz daraus – trotz all seiner Entsetzlichkeit.

 

Viele deutsch-russische Städtepartnerschaften haben angesichts dieser für bisher unvorstellbar gehaltenen Tragödie ihre Beziehungen eingestellt.

Zwischen Bielefeld und Welikij Nowgorod spinnen wir weiter zarte, aber unzerreißbare Fäden. WARUM?

Nowgorod nennt sich seit 1999 wieder mit seinem alten Namen Welikij Nowgorod, der an die stolze republikanische Zeit im Mittelalter erinnert, in der eine Volksversammlung Rechte gegenüber dem Fürsten und Erzbischof hatte und diese einklagen konnte.

Die Beziehung zu westlicher Kultur und Lebensart wurde gestärkt und aufrecht erhalten durch zahlreiche Handelsverträge mit mittel – und westeuropäischen Hansestädten – diese Tradition ist lebendig im kulturellen Selbstbewusstsein der Nowgoroder, das haben wir oft und oft gespürt.

 

Projektideen, die in der kontaktarmen Corona-Zeit - oder auch schon vorher - entstanden waren, haben wir daher fortsetzen können.

 

Das erste ist das Friedensbuch, das Aquarelle eines deutschen und eines russischen Malers vereint, es dokumentiert die Folgen des Vernichtungskrieges, den die deutsche Wehrmacht über die UdSSR verhängte – tut dies aber in wunderschönen Bildern der großartigen Architekturdenkmale der Stadt. Es ist der Beweis dafür, dass Versöhnung nach so einer Katastrophe möglich ist. Das Buch macht Hoffnung. Beide Stadtoberhäupter haben ein aktuelles Grußwort beigesteuert!

 

Das zweite ist ein Schreibwettbewerb zum Thema „Deutschlandbilder- Russlandbilder – aus meiner Sicht“ – teilgenommen haben Studierende der deutschen Sprache der Universität Nowgorod und ihre Dozenten, darunter Geschichtsprofessoren hier wie dort, die die Kooperation der beiden Universitäten fortführen.

B.Hilf


02.07.2022

Der Krieg & die russische Zivilgesellschaft

 

Der Kriegsterror, mit dem der Moskauer Kreml das Land seiner ukrainischen Geschwister überzieht, hat verheerende Folgen: Tod, Menschenrechtsverletzungen und Zerstörung allenthalben, zerrissene Familien, dazu drohende Hungerkatastrophen im globalen Süden.

Statt sich als Weltgemeinschaft der unseren ganzen Planeten gefährdenden Klimakatastrophe entgegenzustellen, sehen sich die Staaten der westlichen Welt nun gezwungen, sich mit den mörderischen Geschäften von Aufrüstung und Waffenlieferungen zu beschäftigen.

 

Wie lange haben wir geglaubt, dass wir durch die Zusammenarbeit mit den Bürgern*innen unserer Partnerstadt und durch die Unterstützung von Bildungsprojekten die russische Zivilgesellschaft stärken können, dass sie sich der immer repressiver werdenden Herrschaft des Kremls widersetzen kann, die spätestens seit 2012 immer sichtbarer wurde. Damals hat Putin sich gelöst vom Versprechen einer Entwicklung zu Freiheit, Demokratie und Marktwirtschaft und die Errichtung einer Führerdiktatur konsequent Schritt für Schritt vorangetrieben. Der Krieg ist die logische Konsequenz daraus – trotz all seiner Entsetzlichkeit.

 

Viele deutsch-russische Städtepartnerschaften haben angesichts dieser für bisher unvorstellbar gehaltenen Tragödie ihre Beziehungen eingestellt, auch Hochschulkooperationen sind auf Eis gelegt.

Zwischen Bielefeld und Welikij Nowgorod spinnen wir weiter zarte, aber unzerreißbare Fäden. WARUM?

Nowgorod nennt sich seit 1999 wieder mit seinem alten Namen Welikij N., der an die stolze republikanische Zeit im Mittelalter erinnert, in der eine Volksversammlung Rechte gegenüber dem Fürsten und Erzbischof hatte und diese einklagen konnte.

Die Beziehung zu westlicher Kultur und Lebensart wurde gestärkt und aufrecht erhalten durch zahlreiche Handelsverträge mit mittel – und westeuropäischen Hansestädten – diese Tradition ist lebendig im kulturellen Selbstbewusstsein der Nowgoroder, das haben wir oft und oft gespürt.

 

Projektideen, die in der kontaktarmen Corona-Zeit - oder auch schon vorher - entstanden waren, haben wir daher fortsetzen können.

Das erste ist das Friedensbuch, das Aquarelle eines deutschen und eines russischen Malers vereint, es dokumentiert die Folgen des Vernichtungskrieges, den die deutsche Wehrmacht über die UdSSR verhängte – tut dies aber in wunderschönen Bildern der großartigen Architekturdenkmale der Stadt. Es ist der Beweis dafür, dass Versöhnung nach so einer Katastrophe möglich ist. Das Buch macht Hoffnung. Beide Stadtoberhäupter haben ein aktuelles Grußwort beigesteuert!

Das zweite ist ein Schreibwettbewerb zum Thema „Deutschlandbilder- Russlandbilder – aus meiner Sicht“ – teilgenommen haben Studierende der deutschen Sprache der Universität Nowgorod und ihre Dozenten*innen, darunter ein Geschichtsprofessor, und in der Jury in Bielefeld saßen ebenfalls zwei Geschichtsprofessoren – diese kommunale und universitäre Kooperation gibt uns Hoffnung!

 

Für den Vorstand des Kuratoriums:

Brunhild Hilf


 

„Putin, nicht das russische Volk, hat sich für den Krieg entschieden.

Dieser Krieg ist Putins Krieg.

Die Differenzierung ist mir wichtig.

Die Aussöhnung zwischen Deutschen und Russen nach dem 2. Weltkrieg

ist und bleibt ein wichtiges Kapitel unserer gemeinsamen Geschichte.“

Olaf Scholz, Regierungserklärung 27.02.2022

 

Dieser Aufgabe bleibt

das Kuratorium Städtepartnerschaft Bielefeld – Weliki Nowgorod e.V.

verpflichtet,
auch in diesen finsteren Zeiten.

Für den Vorstand: Brunhild Hilf am 13.04.2022

 


NW vom 14.04.2022

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Carsten Müller*                                                                                                                                                                                   31.03.2022

Forum Internationale Partnerschaft, Ausgabe 4/2022

 

Städtepartnerschaften sind kein Funktionärsreisedienst für Schönwettertage

 

Meine Heimatstadt Braunschweig ist bereits seit 1988 mit der russischen Stadt Kasan über eine Städtefreundschaft eng verbunden. Noch vor dem Fall des Eisernen Vorhangs haben wir dieses Band der Freundschaft geknüpft und seither eng verflochten. Ich selbst hatte im Rahmen des Jugendaustausches in den 90er Jahren mehrfach die Gelegenheit zum Besuch in Kasan. Jedes Mal beeindruckten mich die große Offenheit, das freundschaftliche Miteinander und das bislang stets gewachsene Vertrauen zwischen uns. Bis heute betrachte ich besonders die Städtepartnerschaften und Städtefreundschaften mit russischen Städten als ein Geschenk. Jedes Mal bin ich zutiefst dankbar für diese besondere Beziehung zwischen unseren Völkern und der
Verbundenheit, die wir vor allem auch dem russischen Volk zu verdanken haben. Die Menschen Russlands öffneten sich uns - trotz der schrecklichen Erfahrungen des deutschen Überfalls 1941 und der folgenden Verbrechen in ihrem Land. Die Freund-schaften und unser städtepartnerschaftlicher Dialog dürfen nun, in Zeiten einer schweren Krise, nicht abreißen.
Denn für mich ist klar: Städtepartnerschaften sind viel mehr als ein Funktionärsreisedienste bei politischen Schönwetterlagen oder als ein Mittel für einen größeren Briefkopf der Kommunen und Städten. Städtepartnerschaften sind gewachsene Freund-schaften und Dialogplattformen. Freundschaften stehen für Vertrauen, Dialog und Offenheit. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir auf Grundlage unserer Städtefreundschaft und dem Netzwerk der Partnerschafts- und Freundschaftsstädte, die zentrale Aufgabe der Völkerverständigung und des Eintretens für den Frieden besonders gerecht werden können. Gerade jetzt müssen wir diese, unsere zivilgesellschaftlichen Kontakte mit den Menschen in Russland nutzen. Dieses Jahre und Jahrzehnte gewachsene Vertrauen und die möglicherweise bestehenden persönlichen Kontakte in den Partnerstädten bieten uns eine besondere Gelegenheit für den vertrauensvolleren Dialog. Wenn alle in unseren Städten und Kommunen Handelnden Kontakt zu den Menschen in ihren russischen Partnerstädten aufnehmen, ......................................., ihre Stimme erheben und den Ruf laut werden lassen. Mit diesem Ansinnen habe ich unmittelbar nach dem russischen Überfall auf die Ukraine, den Bürgermeister der meiner Heimatstadt Braunschweig städtefreundschaftlich verbundenen Stadt Kasan und alle Abgeordneten der Kasaner Stadtduma persönlich angeschrieben. Ich habe sie im Bewusstsein unserer gewachsenen Städtefreundschaft und der teilweise persönlichen Verbundenheit dazu aufgerufen, alle Möglichkeiten und Chancen zu nutzen, sich für Frieden einzusetzen und so das Leben der
Ukrainerinnen und Ukrainer, aber auch der vielen russischen Soldaten zu schützen. Ich bin sicher, dass die Schreiben, die über die Netzwerke der Städtefreundschaften und Städtepartnerschaften in Russland ankommen, auch zum Nachdenken anregen und so einen, .....  Vorerst bin ich für die Beibehaltung der Städtefreundschaften. Sie können einen wichtigen Baustein einer gemeinsamen und friedlichen Zukunft bilden. Diese Bänder der Verbundenheit dürfen in Krisenzeiten nicht als Erstes zerschnitten werden. Sie müssen allerdings aktiv zur Rückgewinnung des Friedens genutzt werden. Werden Städtepartnerschaften nur als Funktionärsreiseveranstaltungen begriffen, sind die wertlos.

 

* Carsten Müller, Mitglied des Deutschen Bundestages
Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz
Berlin/Braunschweig
Platz der Republik 1 Gieselerwall 2
11011 Berlin 38100 Braunschweig
T: 030 227 73 298 T: 0531 60 18 69 80
F: 030 227 76 298 F: 0531 60 18 69 81
carsten.mueller@bundestag.de; carsten.mueller.ma03@bundestag.de

 


Quelle: FAZ - online  (Aktualisiert am 25.02.2022 - 17:07 Uhr)

 

Offener Brief:
Dieser Krieg ist ein zynischer Verrat 
 

 

Ein Schritt ins Nichts:
In diesem offenen Brief wenden sich bedeutende russische Wissenschaftler gegen ihren
Präsidenten Wladimir Putin.

 

Wir, russische Wissenschaftler und Wissenschaftsjournalisten, erheben entschiedenen Protest gegen die von den Streitkräften unseres Landes begonnenen kriegerischen Handlungen auf dem Territorium der Ukraine. Dieser verhängnisvolle Schritt führt zu gewaltigen Menschenopfern und untergräbt die Grundlagen des etablierten Systems der internationalen Sicherheit. Die Verantwortung für die Entfesselung eines neuen Kriegs in Europa liegt vollständig bei Russland.

 

Für diesen Krieg gibt es keinerlei vernünftige Rechtfertigungen. Die Versuche, die Situation im Donbass als Anlass für die Entfesselung einer militärischen Operation auszunutzen, erwecken keinerlei Vertrauen. Es ist ganz offensichtlich, dass die Ukraine keine Bedrohung der Sicherheit unseres Landes darstellt. Der Krieg gegen sie ist ungerechtfertigt und offensichtlich sinnlos.

 

Die Ukraine war und wird ein uns nahes Land bleiben. Viele von uns haben in der Ukraine Verwandte, Freunde und Kollegen im Bereich der Wissenschaft. Unsere Väter, Großväter und Urgroßväter haben gemeinsam gegen den Nationalsozialismus gekämpft. Die Entfesselung eines Krieges wegen der geopolitischen Ambitionen der Führung der Russländischen Föderation, die sich leiten lässt von zweifelhaften historiosophischen Fantasien, ist ein zynischer Verrat ihres Andenkens.

 

Wir achten die ukrainische Staatlichkeit, die sich auf real funktionierende demokratische Institutionen stützt. Wir sehen mit Verständnis die europäische Wahl unserer Nachbarn. Wir sind davon überzeugt, dass alle Probleme in den Beziehungen zwischen unseren Ländern auf friedlichem Wege gelöst werden können.

 

Mit der Entfesselung des Krieges hat sich Russland zu internationaler Isolierung verurteilt, zu einem ausgestoßenen Land. Das bedeutet, dass wir Wissenschaftler uns jetzt nicht in normaler Weise mit unserer Arbeit werden beschäftigen können; denn wissenschaftliche Untersuchungen sind undenkbar ohne eine vollwertige Zusammenarbeit mit den Kollegen anderer Länder. Die Isolierung Russlands gegenüber der Welt bedeutet eine weitere kulturelle und technologische Abwertung unseres Landes, bei vollständigem Mangel an positiven Perspektiven. Der Krieg gegen die Ukraine ist ein Schritt ins Nichts.

 

Es fällt uns schwer, einzusehen, dass unser Land, das einen entscheidenden Beitrag zum Sieg über den Nationalsozialismus geleistet hat, jetzt Anstifter eines neuen Krieges auf dem europäischen Kontinent geworden ist. Wir fordern die unverzügliche Einstellung aller gegen die Ukraine gerichteten militärischen Handlungen. Wir fordern die Achtung der Souveränität und der territorialen Unversehrtheit des ukrainischen Staates. Wir fordern Frieden für unsere Länder.

 

Mehr als 380 Wissenschaftler haben binnen 24 Stunden diesen offenen Brief unterzeichnet, der auch im Internet veröffentlicht worden ist, darunter 65 Mitglieder der Russischen Akademie der Wissenschaften. Am 4. März hatte er bereits mehr als 7500 Unterzeichner. Die 1724 von Peter dem Großen gegründete nationale Akademie mit Sitz in Moskau ist die ranghöchste Forschungseinrichtung der Russischen Föderation.

 

Übersetzung aus dem Russischen von Werner Lehfeldt.

 

 



09.03.2022

Wladimir Schangurow
01.11.1954 - 20.01.2022


NW vom 22.02.2022

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"Am 7. Januar besetzten leere Stühle den Rathausplatz - sie blieben nicht leer, sondern waren erfüllt vom Geist der weltweiten Verbundenheit in Freiheit und Solidarität und zeigten dies mit entsprechenden Plakaten: gegen Rechtsextremisten und Coronaleugner. Dem haben wir uns gerne angeschlossen."


24. Dezember 2021                

"Es hat am 3. Advent in der Bodelschwingh-Kirche in der Voltmannstraße eine adventliche Meditation mit Panflöten- und Harfenmusik gegeben, in deren Mittelpunkt Brunhild Hilf von der Bedeutung der Sophien-Kathedrale in Welikij Nowgorod und vom bisherigen Schicksal der Goldenen Schale erzählte, die darauf wartet zurückzugelangen in ihre Heimat."

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NW vom
14.12.2021

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neue Westfälische vom 14. Dezember 2021
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Kuratorium Städtepartnerschaft Bielefeld – Welikij Nowgorod *e.V.
( * Abkürzung im Folgenden : WN)
Jahresbericht 2020


Es gab eine einzige Mitgliederversammlung:
23.01.2020 Alexander Morosow, Politologe, Publizist und Co-Direktor des Boris Nemcov-Zentrums in Prag sprach über die Dissoziierung der russischen Gesellschaft, ihren Umbau von oben nach unten.
Er beschrieb, wie sich allmählich ein postsowjetischer Staatskapitalismus herausbildet, eine festgefügte Staatskorporation, loyal, entpolitisiert und korrumpiert, öffentlich legitimiert durch einen opportunistischen, also ideologisch flexiblen Sprachcode. Seiner Darstellung nach sind wesentliche Elemente des offiziellen Diskurses eine aggressive antiwestliche Haltung, die Verteidigung der Souveränität Russlands, der Stalinismus als Zenit der russischen Geschichte und Putin selber als symbolische Figur.


Die Gestaltung unserer Aktivitäten im weiteren Verlauf des Jahres war - wie überall – ab Anfang März geprägt von den wechselnden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, so dass aufwändige Planungen plötzlich schrumpften oder sich ganz
auflösten, andere sich veränderten im Inhalt und in der zeitlichen Festlegung.


Ganz aufgegeben wurde die Idee eines großen Friedensfestes anlässlich der 75. Wiederkehr des Kriegsendes. Ebenso platzte der Gegenbesuch der Kolleg*innen des Heureka-Gymnasiums aus WN in Bi, womit die Kooperation des Ratsgymnasiums
mit WN endet. Ein Gottesdienst, der der hiesigen sowjetischen Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen gedenken sollte, fand nicht statt.


Verschoben wurden die geplante schöne Bürgerreise im Sommer 2020, die für den 12. November vorgesehene Jahreshauptversammlung und eine weitere EU-Klasse.


Verändert wurde ein Projekt, das von der Universität in WN vorgeschlagen worden war als digitale Begegnungsplattform zwischen jungen Menschen in WN und Bi. Nach der Ablehnung durch das GOETHE-Institut konnte in gemeinsamer
Anstrengung ein modifiziertes Konzept entstehen, das im Wintersemester 2021/2022 hier wie dort seine Bühne bekommen wird. Die Bewerbung für den Gehaltscent der Stadt Bi konzentrierte sich ganz darauf – in der Hoffnung, dass es in der Folge zu
realen Begegnungen kommen wird!


Stattgefunden haben eine reale Sitzung der Partnerschaftskommission im Rathaus Mitte Juni, 5 Vorstandssitzungen – teils noch real, dann im Garten oder digital. Wir haben vier gehaltvolle Rundbriefe verfasst und versandt.
Anlässlich des Todes von Alexander Orlov befassten wir uns mit seinem Erbe: der Ausgrabung von Gebeinen gefallener Soldaten an der Wolchow-Front und der sie würdigenden Bestattung. Dabei konnte Manfred Sewekow eine große Foto-Ausstellung dieser Arbeit von DOLINA aus der Marienschule der Ursulinen ins Museum Karlshorst bei Berlin transferieren.


Begrüßt wurde in Bielefeld eine goldene Schale, gefertigt aus Trümmern der Kuppel der Sophienkathedrale, ein Geschenk an einen deutschen Sanitätsoffizier bei seinem Abschied vom Kriegsdient an der Wolchow-Front – ein später Friedensbote auf
seinem Heimweg nach Welikij Nowgorod: wir hoffen auf eine baldige Übergabe an das dortige Museum.


Weitere latent existierende Projekte:
Kooperation mit verschiedenen gynäkologischen Kollegen in WN (Dr. K. Trillsch) Redaktionsgruppe für ein Buchprojekt Gottfried Gruner / Semjon Pustovojtov – „Kriegsgegner und Brüder in der Kunst“.


„Radio-Brücke“: Regelmäßige Erzählung von unseren politischen, alltäglichen oder zivilgesellschaftlichen Erfahrungen für das lokale Radio Slavia und deren direkte Sendung, Funktion: Kennenlernen der deutschen Partner und Anstoß zur Reflexion
des eigenen Alltags.


Dass die Aktivitäten unseres Kuratoriums von allgemeinem Interesse sind, zeigte die Einladung zu einer Konferenz an der Universität Nürnberg.
Thema: „Internationaler Bildungsaustausch - Von der Völkerverständigung zur interkulturellen Reflexivität“, die im Mai und November – leider auch nur virtuell – stattfand. Ein Vortrag über uns dazu findet sich auf unserer Website.


PLANUNG & PROGRAMM 2021:


Jahreshauptversammlung am 30.09.2021 mit Dr. Anke Giesen (MEMORIAL Berlin), außerdem vielleicht eine weitere Mitgliederversammlung – angefragt: Johann Saathoff, Russland-Beauftragter der Bundesregierung.


Auf der JHV Ende Sept. müssen Vorstandswahlen stattfinden – gerne begrüßen wir neue Kandidaten.


Fortsetzung der Kooperationen und langfristigen Projekte:
Planung einer Bürgerreise im Sommer 2022?
Goethe-Ersatz-Projekt: Kooperation zwischen der Universität WN, der FH Bielefeld, dem Kuratorium, dem Theater Bielefeld, dem Cecilien-Gymnasium und vielen anderen interessierten Personen.
Buchprojekt: Gruner und Pustovojtov – Planung: Abschluss bis zum Winter 2021/22,

Unterstützung eines Denkmals für Opfer der Wehrmacht in einem psychiatrischen Krankenhaus in WN im 2. Weltkrieg.
Gehaltscent, Radio-Brücke, Zusammenarbeit mit „Novyj gorod“, mit dem „Sternenhafen“ in WN u.a.


Brunhild Hilf
www.bielefeld-welikijnowgorod.de
(Stand: 02.09.2021)


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07.04.2020

Kuratorium Städtepartnerschaft Bielefeld – Welikij Nowgorod * e.V.

(* Abkürzung im Folgenden : WN)

 

Jahresbericht 2019

 

Drei Mitgliederversammlungen:

 

29.04. Jahreshauptversammlung

Jahresberichte; Vortrag von Dirk Wiese in seiner neuen Funktion als Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Ländern der Östlichen Partnerschaft: trotz – oder gerade wegen - etlicher ungelöster oder eingefrorener Konflikte plädiert er für das zivilgesellschaftliche Engagement.

 

09.07. Mitgliederversammlung

Vortrag von Dr. Alexey Tichomirov (Universität Bielefeld) über

„Väterchen Stalin, der Staat als Familie und die Grenzen der demokratischen Transformation in Russland“: wenn die Bürger die persönliche Nähe zu den Staatsmännern suchen, ist dies noch keine Garantie für demokratische Veränderung.

 

25.10. Mitgliederversammlung

Vortrag von Prof. Dr. Gisela Diewald-Kerkmann (Universität Bielefeld) über

„Terrorismus und Gewalt in Russland“: historische Entwicklung von 1881 – 1914, dann wieder in den 90-er Jahren des 20.Jh.`s und Anfang des 21.Jh.`s

 

Drei Rundbriefe mit der Einladung zu den MV`s + Presse- u.a. Berichten

7 reguläre Sitzungen des Vorstandes,

außerdem Planungsgespräche und Arbeitsgruppensitzungen in unterschiedlicher Zusammensetzung zu verschiedenen Angeboten, Tätigkeiten und Themen des Jahres 2019, nämlich:

 

April Teilnahme an einer Reise des Ratsgymnasiums nach WN: Gespräche mit der Gruppe Novyj gorod und dem Museum zum Gruner-Pustovojtov-Projekt.

 

15. Mai: Ausstellung in Münster: „2012 - Die gescheiterte Revolution“ – Werbung dafür in Bielefeld.

 

Mai 2019 – März 2020: Planung einer Bürgerreise für den Sommer 2020, die wegen der Unabsehbarkeit in der Entwicklung der COVID-19-Pandemie leider abgesagt wurde und auf den Sommer 2021 verschoben werden muss.

 

Ende Mai Kooperations - Tagung in der FH:

Teilnahme an der Eröffnungsveranstaltung und Aufnahme von Studierenden aus W. Nowgorod in den Familien des Vorstandes.

 

Ende Juni: Teilnahme an der Städtepartnerschaftskonferenz in Düren

108 deutsch-russische Städtepartnerschaften existieren, ein Drittel davon in NRW; Austausch von Gedanken und Ideen.

 

Seit Juni Unterstützung für ein Denkmal in WN: Verbrechen an Psychiatrie-Patienten im 2. Weltkrieg (Gespräche und Vorträge in Gilead IV, mit der Bethel-Leitung, beim Lions Club, in den Kirchengemeinden Lydia und Dietrich Bonhoeffer, Kontakte zu anderen Institutionen)

 

06. 07. bethel athletics (vorbereitende u. abschließende Kooperation mit der Stadt Bi)

 

31.08. Tag der Offenen Tür im Rathaus: Präsentation der Städtepartnerschaft, Gespräche mit anderen Partnerschaften und Besuchern.

 

Unterstützung für die EU-Klasse: die neuen Projektbetreuerinnen am Bethel-Gymnasium Nina Hover und Simone Biermann laden drei Schüler*innen aus den Gymnasien Heureka und Harmonie in WN zur Teilnahme ein für den 18.11. – 6.12.19.

 

Seit Dez. Planungsgruppe zum Gedenken an das Kriegsende 1945 vor 70 Jahren auf Initiative des Kuratoriums: Verlegung dieses Friedensfestes auf Anfang Mai 2021.

 

Weitere ganzjährige Themen:

Kooperation mit verschiedenen gynäkologischen Kollegen in WN (Dr. K. Trillsch).

 

Redaktionsgruppe für ein Buchprojekt Gottfried Gruner / Semjon Pustovojtov –„Kriegsgegner und Brüder in der Kunst“-

 

Wandbild an der Endhaltestelle der Linie 1 in Schildesche: Kapitulation wegen anhaltender Beschädigungen im Januar, Planung u. Anbringung einer Info-Tafel dort.

 

Kooperationsplanung mit Novyj gorod in WN.

 

Vermittlung eines Dostojewskij-Porträts an das Stalag 326: Übergabe am 15.03.

 

Kooperation mit der Bi `er Stadtverwaltung:

Beantragung und Verwaltung des Gehaltscents der städtischen Mitarbeiter zum Wohle von sozialen Institutionen / Initiativen und der Geburtshilfe in WN, Recherche möglicher neuer Gehaltscent - Partner.

 

„Radio-Brücke“: Regelmäßige Erzählung von unseren politischen, alltäglichen oder zivilgesellschaftlichen Erfahrungen für das lokale Radio Slavia und deren direkte Sendung, Funktion : Kennenlernen der deutschen Partner und Anstoß zur Reflexion des eigenen Alltags.

 

Mitarbeit in der Partnerschaftskommission der Stadt Bi.

 

Sichtung von Filmen für künftige Veranstaltungen; Datenschutzerklärung

 

Zusammen mit diesem Jahresbericht wird auch der KASSENBERICHT nach dessen Prüfung durch die Kassenprüfer hier auf unserer homepage stehen.

 

PLANUNG & PROGRAMM 2020:

 

3 Mitgliederversammlungen:

23.01. Vortrag von Alexander Morosow über „Russland – Aufbruch von unten?“ - zwei weitere sind geplant - dazu voraussichtlich 3 Rundbriefe

 

Fortsetzung der Kooperationen und langfristigen Projekte:

Bürgerreise im Sommer 2021

Friedensfest aller Bi`er Städtepartnerschaften im Mai 2021

Buchprojekt : Gruner und Pustovojtov – Planung: Abschluss bis zum Sommer 2020, Gehaltscent, Radio-Brücke, Filmprojekt, Zusammenarbeit mit der Universität in WN und der FH in Bielefeld, mit „Novyj gorod“, mit dem „Sternenhafen“ in WN u.a.

 

Absage der bethel athletics für 2020

 

Brunhild Hilf

www.bielefeld-welikijnowgorod.de

(Stand : 06.04.2020)


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14.09.2021

 

Einladung zur Jahreshauptversammlung mit Vortrag von Dr. Anke Giesen
am Donnerstag, dem 30. September 2021, um 17:30 h
im Rochdale - Saal im II. Stock des Alten Rathauses


Zivilgesellschaftliche Protestbewegungen in Russland


Als Referentin zu Gast wird am 30. September Frau Dr. Anke Giesen sein: bekannt ist sie uns durch ihren Vortrag über  Gedenkkultur in Russland im Oktober 2018 – sie arbeitet im Vorstand der Gesellschaft MEMORIAL, die wachsam beobachtet, wie auf dem Hintergrund der Diktatur der Vergangenheit sich aktuell die Zivilgesellschaft in Russland entwickelt.
Wir freuen uns auf einen Abend - reich an realen Beobachtungen und Reflexionen!
Seien Sie uns herzlich willkommen!


Programm des Abends:

1       Jahresberichte und Wahlen
1.1    Berichte der Vorsitzenden (bitte schauen Sie sich die Anlagen dazu an!)
1.2    Berichte der Kassenwartin – incl. Zeugnis der Kassenprüfer
1.3    Entlastung des Vorstands
1.4    Vorstandswahlen: neue Kandidaten sind willkommen!


2       Vortrag : Dr. Anke Giesen

 


07.06.2021

Wir sind unendlich traurig über den Tod unseres Vorstandsmitgliedes

Dr. William Rotsel

22.10. 1942 – 01.06.2021


Geboren in den USA als „William“,  taufte ihn seine Russischprofessorin
um in „Wasja“, was offenbar sein weiteres Tun vorherbestimmte und die Bereiche seiner akademischen Laufbahn Russistik/ Slavistik prägte.
Seit 1970 lebte er in Deutschland, zunächst in Münster, dann forschte und unterrichtete er seit 1976 am Oberstufenkolleg und der Universität Bielefeld.
Er begleitete und gestaltete zahlreiche Austauschmaßnahmen mit der Partneruniversität in Welikij Nowgorod und wirkte maßgeblich mit an Übersetzungsprojekten, die im Zusammenhang stehen mit dem Gedenken an sowjetische Zwangsarbeiter in Bielefeld. Seit 2007 bereicherte er die Arbeit des Kuratoriums Städtepartnerschaft Bielefeld – Welikij Nowgorod mit seiner profunden Kenntnis der russischen Kultur und der scharf-sinnigen Beobachtung der politischen Entwicklung Russlands. Seine Übersetzungen und Deutungen so mancher Presseberichte aus der Partnerstadt waren Glanzpunkte in den Rundbriefen unseres Vereins. Wenn er Filme aus der Vergangenheit und Gegenwart der russischen Medienkultur präsentierte, waren dies Sternstunden der Kommunikation mit dem oft so überaus fremden und doch so köstlich unterhaltsamen Wesen russischer Menschen.
Dass er in den letzten Jahren aus gesundheitlichen Gründen seiner Begeisterung für sportliche Outdoor - Aktivitäten immer weniger frönen konnte, bremste seine Lebenslust und -kraft. Nun hat ihn die Krankheit besiegt.


Wir sind sehr dankbar,
dass er seine kritische Liebe zur russischen Kultur
eine Zeitlang mit uns teilte, werden uns immer an seinen Humor
und seine Bescheidenheit erinnern und ihm ein besonderes freundschaftliches Andenken bewahren.

Im Namen des Vorstandes : Brunhild Hilf

 


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18.12.2020

Liebe Mitglieder und Freunde der Städtepartnerschaft mit Welikij Nowgorod,

viele Pläne hatten wir für das Jahr 2020 - wir wissen alle, warum die meisten von ihnen hinfällig wurden. Umso größer ist unsere Freude über diesen unverhofften Boten aus dunkler Zeit, den wir hier mit allen teilen - zusammen mit den besten Wünschen für eine gesegnete Advents-und Weihnachtszeit!

Im Namen des Kuratoriumsvorstandes grüßt Sie herzlich Ihre

Brunhild Hilf



Ещё стоят башни, груз куполов которых

Схож с разрушенным венцом,

Из руин поднимается боль...

– и всё же мир установился в разорении.

 

Из стихотворения Йоханнеса Бобровского «Новгород в 1943»

(перевод Ирины Мельниковой)

 

Эта золотая тарель – изготовленная из обломков купола Софийского собора после его обстрела – досталась в Новгороде немецкому врачу-офицеру от командира его дивизии по окончанию войны.

 

Несколько десятилетий этот подарок хранился в семье офицера на севере Германии. Но испытывая на себе всю тяготу этого «сувенира», появившегося при столь трагичных обстоятельствах, осенью 2020 года сын этого офицера решил вернуть артефакт на родину – по маршруту с остановкой в Билефельде.

 

И даже если отголоски «ледникового периода» порой бросают тени на золотые купола Святой Софии, под ними с новой силой греет тёплый свет дружбы между жителями двух городов-побратимов – Билефельда и Великого Новгорода.

(перевод Александра Алексеева)

 

 

Брунхильд Хильф | Шельпсхайде 12 | 33613 Билефельд | Тел. 0521 889282 | bhilf@gmx.de | www.bielefeld-welikijnowgorod.de


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28.09.2020

Einladung zur öffentlichen Mitglieder- / Jahreshauptversammlung am 12. November 2020
im Haus der Kirche, Markgrafenstraße 7, um 18:30 Uhr

Referentin des Abends: Frau Dr. Anke Giesen (Memorial Berlin) mit dem Thema:
"Die Protestbewegungen in der Zivilgesellschaft Russlands"

 

Auf Grund der geltenden Hygienebestimmungen ist es erforderlich, dass alle an der Mitgliederversammlung Teilnehmenden sich vorab anmelden. Mail bitte an bhilf@gmx.de, bis zum 09. November 2020.
Wer mit dem Auto die Tiefgarage benutzen möchte, muss mir dies ebenfalls mitteilen, da die Diensthabenden an der Pforte um eine entsprechende Aufstellung bitten.

Während der gesamten Veranstaltung ist das Tragen einer geeigneten Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend vorgeschrieben.


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Der Jahresbericht 2019.pdf
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10.07.2020

„Internationaler Bildungsaustausch zwischen Ost und West – von der Völkerverständigung zur internationalen Reflexivität“

 

Themenbereich:

Reflexionen aus der Praxis des internationalen Bildungsaustauschs und Anregungen für Forschung und Entwicklung

 

Vortrag von Frau Brunhild Hilf im Rahmen der Video-Konferenz , Nürnberg 29.05.2020

 

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09.05.2020

 

Am 8. / 9. Mai 2020 denken wir daran, dass 75 Jahre

nach dem Ende des 2. Weltkrieges das Werk der Versöhnung

unsere Aufgabe bleibt

- zumal in Zeiten zunehmender neuer Entfremdung.

 

Wir nehmen an dieser Stelle Worte auf,

die Rudolf Lange, einer unserer Gründungsväter,

anlässlich einer Reise im Sommer 1986,

ein Jahr vor der offiziellen Besiegelung der Städtepartnerschaft

in Nowgorod sprach.

Sie bleiben uns ein Vermächtnis.

 

Brunhild Hilf am 8./9. Mai 2020

 

 

 

Rudolf Lange

 

Rede am Mahnmal

 

Wir stehen hier als Teilnehmer einer Reise, die das Kuratorium Städtepartnerschaft Nowgorod eingeleitet hat. Unter uns sind Mitglieder des Vereins und zwei Mitglieder des Vorstands.

 

So darf ich hier für das Kuratorium folgendes aussprechen:

 

Das Kuratorium hat als private Vereinigung sich zum Ziel gesetzt, zwischen dieser Stadt und der Stadt Bielefeld eine Städtepartnerschaft herbeizuführen. Zweck dieses Tuns ist es, über die Partnerschaft eine Aussöhnung zwischen Bürgern Nowgorods und Bielefelds herbeizuführen, eine exemplarische Aussöhnung deswegen, weil unser Volk die Ursachen für die Zerstörung dieser Stadt und die Zerstörung in diesem Land gesetzt hat. Der Anfang ist mit dem Besuch der Delegation der Stadt Bielefeld im Juli gemacht worden.

 

Wir wollen für unseren Teil alles dazu beitragen, daß eine solche Aussöhnung stattfindet, insbe­sondere dadurch, daß wir uns kennenlernen, daß wir im Menschen des anderen Volkes den Mitmenschen erkennen und daß wir alle Frieden wollen, daß Schwerter zu Pflugscharen umgeschmiedet werden und daß alles Tun den Frieden sichert und festigt.

 

Unser Besuch als Bürger Bielefelds ist der Anfang, dem viele Besuche hier und in Bielefeld folgen mögen.

 

Zum Zeichen unseres Versöhnungswillens mit der Bitte um Verzeihung verneigen wir uns vor den Toten, derer hier gedacht wird, und legen dieses Blumengebinde mit der Erklärung auf der Schleife ″Für Frieden und Versöhnung″ nieder.

 


09.05.2020

Nachstehende Erklärung des "Deutsch-Russisches Forum e.V." wurde von der Stadt Bielefeld und dem Kuratorium Städtepartnerschaft Bielefeld - Welikij Nowgorod e.V. unterzeichnet.


07.04.2020

Liebe Mitglieder, liebe Interessierte an der Städtepartnerschaft mit Welikij Nowgorod,

 

zu einer Jahreshauptversammlung würden wir Sie nun gern einladen - statt dessen kommt sie in schriftlicher Form (als Jahresbericht 2019) zu Ihnen - in der Hoffnung, dass wir uns bald einmal wieder in Wirklichkeit zusammenfinden können.

 

Unter der Rubrik "Unser Rundbrief" finden Sie den neuen Rundbrief von April 2020.

 

Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen für Sie

im Namen des Vorstandes

 

Brunhild Hilf


06.11.2019