14.06.2018

 

Einladung zur öffentlichen Mitgliederversammlung

des Kuratoriums Städtepartnerschaft Bielefeld – Welikij Nowgorod e.V.

am Donnerstag, dem 25. Oktober 2018 um 19 Uhr in der Ravensberger Spinnerei R. 240

 

Anke Giesen (Memorial Deutschland):

MACHT und GEDENKEN

 

Nachdem wir uns im Juni Gedanken gemacht haben über unsere deutsche Art des Gedenkens an Verbrechen im Zusammenhang mit dem 2. Weltkrieg, indem wir uns mit der Geschichte des Lagers für sowjetische Kriegsgefangene in Stukenbrock beschäftigten, wird es jetzt um die russische Seite des Erinnerns gehen : zu uns kommt aus Berlin Frau Anke Giesen, Vorstandsmitglied von Memorial Deutschland und dort Verantwortliche für „Historische Aufarbeitung und Erinnerungskultur“ – das wird auch ihr Thema bei uns sein.

Wie kommt es, dass es in W.Nowgorod noch ein Lenin-Denkmal gibt – so fragten Reisende aus Bielefeld im September dort? Und wie ist der neu erwachte Stalin-Kult zu erklären, dessen Renaissance vor allem im Zusammenhang mit Feiern zum 9. Mai 1945 wahrgenommen wird ? Welche Bedeutung hat es, dass ein Museum zur Aufarbeitung der GULag-Verbrechen in Perm im März 2018 geschlossen und vom Staat übernommen wurde ? Welches Konzept steht dahinter ? Wie wirkt dieses sich aus in den internationalen Beziehungen Russlands ? Wo ist der Zusammenhang mit der Politik des Kremls seit der 3. Amtszeit Wladimir Putins ? Und welche Rolle spielt die Kirche, wenn es um die Aufarbeitung des staatlichen Terrors an der eigenen Bevölkerung geht?

Frau Giesen kommt zu uns direkt aus der Russischen Föderation, wo sie an einer Reise der Friedrich-Ebert-Stiftung nach Katyn teilgenommen haben wird, dem Ort, in dem im Frühjahr 1940 etwa 4.400 polnische Offiziere vom sowjetischen NKWD erschossen wurden.

 

Es geht um die Vergangenheit – aber auch um ihre Wirkungsmacht für das Heute.

Wir laden alle Interessierten herzlich ein zu diesem Themenabend!

 

i.A. Brunhild Hilf

 


06.06.2018

 

Einladung zur öffentlichen Mitgliederversammlung

am Mittwoch, dem 27. Juni 2018 um 19 Uhr – Ravensberger Spinnerei R. 240

 

Sehr geehrte Mitglieder und Freunde der Städtepartnerschaft mit Welikij Nowgorod,

 

Ende März dieses Jahres organisierte die Fakultät für Geschichtswissenschaft der

Universität Bielefeld ein Symposium über „Wehrmachtslager für sowjetische Kriegsgefangene im Dritten Reich“. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand das Stammlager (Stalag) 326 in Stukenbrock-Senne, das eines der größten Kriegsgefangenenlager auf dem Gebiet des Deutschen Reiches war. Dieser lange vernachlässigte Ort soll nun zu einer Gedenkstätte weiterentwickelt werden, denn das Schicksal der 5,3 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen in Deutschland stand allzu lange im Schatten der Erinnerung. Bei seinem Besuch dort 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Mai 2015 mahnte Bundespräsident Joachim Gauck dieses Defizit an.

Bereits im Juli 1941, wenige Wochen nach dem Einmarsch der Wehrmacht in die UdSSR, traf bereits der erste Gefangenentransport in der Senne ein – und bis zur Befreiung des Lagers am 2. April 1945 hatte es über 300.000 Soldaten aufgenommen.

Wie sind sie dort untergekommen? Was geschah mit ihnen? Wo arbeiteten sie? Wer versorgte sie? Was nahm die ortsansässige Bevölkerung von den „bolschewistischen Untermenschen“ (so der Nazi-Jargon) wahr ? Wovon legen der Friedhof und der Obelisk,

der von den völlig entkräfteten Lagerbewohnern sofort nach der Befreiung errichtet wurde, Zeugnis ab?

1967, mitten im Kalten Krieg, begann der Arbeitskreis „Blumen für Stukenbrock“ seine oft beargwöhnten Aktivitäten. Außerdem arbeitet ein privater Förderverein seit 1993 die Geschichte des Lagers auf – Anfang Juni 2018 wird er sein 25-jähriges Bestehen feiern. Jens Hecker, Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte wird uns von seiner Arbeit berichten und einige Fragen zur Geschichte des Lagers bis 1945 beantworten und von seiner Wahrnehmung durch die jeweiligen Zeitgenossen.

Überraschend ist mir in den letzten Wochen bei der Beschäftigung mit diesem Thema deutlich geworden, wie aktuell dieses hier bei uns geworden ist – obwohl es eigentlich längst der Geschichte angehört.

Seien Sie uns alle herzlich willkommen!

 

Brunhild Hilf

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Neue Westfälische, 23. Februar 2018.
Texte und Fotos aus der Neuen Westfälischen sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion."
(www.nw.de)

 

30-jähriger Geburtstag prägt Programm

Hauptversammlung: Kuratorium der Städtepartnerschaft zwischen Bielefeld und der russischen Stadt Welikij Nowgorod blickt auf ereignisreiches Jahr zurück.


Neue Westfälische vom 26./27. Mai 2018
Texte und Fotos aus der Neuen Westfälischen sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion." (www.nw.de)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

von links nach rechts:

Murat Ud, Pamela Held, Matthias Sander

01.01.2018

Schmierereien haben im Dezember das Wandbild beschädigt.

Hoffentlich lässt es sich wieder herstellen.


 

Begleitveranstaltung zu der Ausstellung

VEIT METTE „Bilder aus Welikij Nowgorod“

Am Mittwoch, dem 24. Januar 2018 im Historischen Museum um 19 Uhr

Prof. Dr. Gisela Diewald-Kerkmann (Historikerin, Universität Bielefeld):

Ziele und Wirkungsgeschichte des Rechtsradikalismus in Russland

 

Die großen Feierlichkeiten alljährlich am 9. Mai, dem Tag des Sieges über Deutschland, sind geprägt von Siegerstolz und Patriotismus, aber auch von Zeichen eines Rechtsradikalismus, der uns auf den Fotos Veit Mettes befremdet.
Der Vortrag wird diese Erscheinungen beschreiben und aus dem historischen Zusammenhang heraus erklären.

 

 


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31.12.2017

Begleitveranstaltung zu der Ausstellung

VEIT METTE „Bilder aus Welikij Nowgorod“

am Dienstag, dem 9. Januar 2018 im Historischen Museum um 19 Uhr

S. Carola Kahler und Manfred Sewekow: Was tun mit der Geschichte?

Formen des historischen Erinnerns in Russland und Deutschland

 

Wir haben eine gemeinsame Geschichte mit Russland, erinnern uns daran aber auf ganz andere Art und Weise als die russischen Bürger und der russische Staat.

Die Fotos Veit Mettes irritieren, indem sie diese Andersartigkeit des russischen Umgangs mit der eigenen Geschichte zeigen.

Der Vortrag wird einen Überblick sowie Deutungsansätze zu geben versuchen.

 


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